Ortsgeschichte

Kurze Auszüge aus der Geschichte von Blindenmarkt
(Von Gemeindeobersekretär i. R. Walter Prandstötter und Dipl. Päd. Ewald Crha)

Eiszeit (Pleistozän 300 000- 3700 v. Chr.)
Der älteste Fund stammt aus der Eiszeit. Es handelt sich um einen Mammutbackenzahn, der 1950 in Blindenmarkt gefunden wurde. 

Jungsteinzeit 8000 v. Chr - 4000 v. Chr.
Weitere Funde stammen aus der Jungsteinzeit (Steinbeil, Flachschaber)

Eisenzeit 800 v. Chr. - 400 v. Chr.
Aus der älteren Eisenzeit wurden in Hubertendorf Tonscherben gefunden.

Römisches Reich (Auf dem Gebiet des heutigen Österreich ab 15. v. Chr. - 500. n. Chr. )
Während der römischen Herrschaft führte eine Straße nach Blindenmarkt über Prasdorf , Gumpenberg, Vogelsang nach Seisenegg.

Mittelalter ( 500 bis 1500 )
Es wird angenommen, dass Blindenmarkt schon zwischen 1210 und 1250 gegründet wurde.
1270 wurde das Schloss Hubertendorf erstmals urkundlich erwähnt.

Die erste uns urkundlich bekannte Erwähnung Blindenmarkts, damalige Schreibweise: „Plintenmarct“, erfolgte im "Passauer Urbar" des 13. Jahrhunderts.

1396 wurde der „Hof zur Au auf dem Ybbsfeld“ im Lehenbuch von Herzog Albrecht IV eingetragen. Im 16. Jh. entstand das Schloss Auhof.

1496 erlaubte Maximilian I Blindenmarkt dem „Gäuverband“ beizutreten. Dieser diente dem regelmentierten Vertrieb von Eisenwaren und landwirtschaftlichen Erzeugnissen und brachte der hiesigen Bevölkerung Wohlstand.

Neuzeit (ab 1500) 
Erstmals wurde das Marktwappen durch Kaiser Ferdinand I. zwischen 1522-1529 verbrieft. Als die Türken 1529 den Ort nieder brannten, ging neben anderen Dokumenten auch der Wappenbrief zugrunde. 

1569 erneuerte Kaiser Maximilian II den Wappenbrief.
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Der 1569 von Kaiser Maximilian II verliehene Wappenbrief
Aus dem Jahre 1617 findet sich der erste Hinweis auf eine Volksschule in Blindenmarkt.

1675 Stiftung der Votivsäule in Kottingburgstall

1683 kam es im Zuge der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken zu Abwehrkämpfen der hiesigen Bevölkerung gegen türkische Truppen im Raume von Blindenmarkt.

1688 verlegte Conrad Balthasar Graf von Starhemberg den Herrschafts- und Landgerichtssitz der Herrschaften Freienstein, Karlsbach und Freidegg in das Schloss Auhof nach Blindenmarkt. Weiteres befand sich die Amtsverwaltung der Herrschaften Waasen, Hubertendorf und Zeillern im Schloss Auhof.

1668 wurde von Conrad Balthasar Graf von Starhemberg ein „Herrschaftliches Spital“ in Blindenmarkt gegründet. Es befand sich am heutigen Platz der Menschenrechte. 

1772 wurde die Pfarrkirche, die der Heiligen Anna geweiht ist, gebaut.

1785 erfolgte die Gründung einer eigenen Pfarre und die Errichtung eines eigenen Friedhofes.
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Eine Ansicht von Blindenmarkt nach einem Kupferstich von Merian aus
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Die Kirche im Jahr 1904
Kaisertum Österreich (1804-1866) 
1809 kam es in Blindenmarkt im Zuge der Franzosenkriege zum Gefecht gegen französische Truppen mit anschließender Besetzung. Dabei kam es zu Plünderungen. Die Kirche und mehrere Häuser brannten. 

1835 gab es eine Bierbrauerei in Blindenmarkt. Die Bierproduktion wurde 1898 eingestellt. Danach gab es ein Bierdepot der Schlossbrauerei Krollendorf am gleichen Standort. 1838 gab es in Blindenmarkt 11 Gasthäuser.

1840 wurde Blindenmarkt zum Postort.

Bis 1848 war das Pflegeamt Auhof Sitz des Landesgerichtes und übte hohe Gerichtsbarkeit über die vereinigten starhembergischen Herrschaften Freidegg, Freienstein, Karlsbach, Senftenegg und Zeillern aus.

1856-1858 wurde der Bahnhof in Blindenmarkt gebaut
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Bierdepot der Schlossbrauerei Krollendorf in Blindenmarkt
Doppelmonarchie Österreich-Ungarn ( 1867-1918) 
1873 wurde der „Verein freiwilliger Feuerwehr“ gegründet.

1875 kam es zum größten Brand der Ortsgeschichte, der im damaligen Bräuhaus in der Hauptstraße ausbrach und dem 42 Häuser und Nebengebäude zum Opfer fielen. Auch die Kirche, die Schule und der Pfarrhof brannten nieder. 

1881 erhielt Blindenmarkt einen Gendarmerieposten 

1895 entstand der „Männergesangsverein“, aus dem sich später der Gesang- und Musikverein Blindenmarkt entwickelte. 

1898 wurden anlässlich des 50 jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I Lindenbäume im Ortszentrum gepflanzt, wovon die meisten zum heutigen Tage stehen.

20. Jahrhundert

1903 begann Franz Lechner mit der Elektrifizierung von Blindenmarkt.
I. Republik 1918-1938

1920 Durch die rasche Abwertung des Geldes nach dem I. Weltkrieg kam es zur Verknappung an Kleingeld. So kam es auch in Blindenmarkt zur Herstellung von sog. „Notgeld“.

1921 Gründung des ÖTB Turnvereines.
1922 Gründung des ÖKB.
1924 Gründung einer Ortskapelle.

Große Bedeutung erlangte unsere Gemeinde in den Jahren 1929-1938, als im Schloss Hubertendorf das erste „Bäuerliche Volksbildungsheim“ untergebracht war, die von Pfarrer Teufelsbauer geleitet wurde. Die Nationalsozialisten machten diesem Werk jedoch ein Ende und nutzten das Schloss von 1938-1945 als „Nationalpolitische Erziehungsanstalt für Mädel“.

1929 begann der Unterricht im ersten staatlichen Bauernbildungsheim der Welt, dem „Bäuerlichen Volksbildungsheim Hubertendorf“ Bundespräsident Miklas kam zur Eröffnung.

Zu Beginn der 30er Jahre wurde ein Kino eingerichtet. (Heute befindet sich das Rote Kreuz Blindenmarkt an dieser Stelle) In den 70er Jahren wurde das Kino stillgelegt.
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Das „Bäuerliche Volksbildungsheim Hubertendorf“ im Schloss Hubertendorf.
NS- Herrschaft 1938- 1945

Der II. Weltkrieg hinterließ auch in Blindenmarkt tiefe Spuren. 69 Soldaten aus Blindenmarkt fielen im II. Weltkrieg, zwei Blindenmarkter wurden Opfer des Holocaust, ein KZ- Häftling wurde auf dem Gebiet der Gemeinde „auf der Flucht“ erschossen. 1944 und 1945 erlebte Blindenmarkt mehrere Fliegerangriffe. 1945 wurde Blindenmarkt von Soldaten der Roten Armee besetzt. Es kam zu Plünderungen und Vergewaltigungen durch die sowjetische Besatzungstruppe.
II. Republik- Seit 1945

Nach dem Krieg nahm unsere Gemeinde einen großen Aufschwung.

1951 wurde mit dem Bau der Friedenssiedlung begonnen.

1957-1960 wurde der Neubau der "Leopold-Figl-Volks- und Hauptschule" vorgenommen.
In dem Gebäude ist seit 1981 auch die Musikschule (seit 1990 Gemeindeverband der Musikschule Ybbsfeld) untergebracht.

Wichtig für unseren Fremdenverkehr ist das Ausee-Erholungszentrum, das in den Jahren 1958-1970 entstand.
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Strandbuffet am Ausee im Jahre 1964
1964 wurde der neue Kindergarten von Landeshauptmann DI Leopold Figl eröffnet.
1966 Gründung des Sportfischervereines.
1967 wurde das Rathaus eröffnet.
1967 wurde die Wohnhausanlage in der Mühlhausergasse 3 fertiggestellt.
1968 Gründung ARBÖ- Ortsklubs.
1969 wurde das ÖGB Heim am Ausee III eröffnet.
1971 zogen die ersten Wohnparteien in das „Hochhaus“ in der Lindenstraße ein.
1972 Errichtung von 3 Tennisplätzen.
1973 Gründung des Tennisklubs.
1974 Gründung des Eisschützenvereines.
1979 Gründung des Alpenvereines.
1980 Inbetriebnahme der Großstraßenmeisterei Blindenmarkt.
1981 Gründung des Reit- und Fahrvereines.
1982 Beginn des Wohnungsbaues in der Auhofstraße.
1986 Gründung des Kneippbundes.
1989 Gründung des Tria Teams NÖ West.
1989 Fertigstellung der Reihenhäuser in der Maximilianstraße.
1989 Gründung des Portefeuile- Management Clubs.
1990 Gründung der „Blindenmarkter Herbsttage“
1990-1994 Neue Ortsplatzgestaltung.
1991 Baubeginn der Wohnsiedlung beim Schloss Hubertendorf.
1992 Baubeginn der Wohnhausanlage in der Atzelsdorferstraße.
1993 Gründung des DC- Dartonil Blindenmarkt.
1994 Gründung des Oldtimervereines.
1995 Gründung des Motorradclubs „MRC Blindenmarkt Screw- Driver“
1996 erschien anlässlich der 1000-Jahr-Feier Österreichs das neue Heimatbuch der Marktgemeinde Blindenmarkt, eine Ortskunde der besonderen Art, die auf 580 Seiten mit 750 großteils farbenprächtigen Bildern über Wissenswertes von der wechselvollen Geschichte und den landschaftlichen und kulturellen Schönheiten der Fremdenverkehrsgemeinde Blindenmarkt informiert.

1999 konnte in Kottingburgstall eine Eisenbahn-Unterführung für den Straßenverkehr geschaffen werden. Der Mühlbach wurde in südliche Richtung verlegt und somit sollte die Hochwassergefahr gebannt werden.

2000 wurde das umgebaute Mehrzweckhaus von LH Pröll eröffnet. Es stehen Räumlichkeiten für die Freiwillige Feuerwehr, ein Musikheim für die Jugend- und Trachtenkapelle, ein Bauhof für die Gemeinde, eine Sondermüllsammelstelle sowie ein schöner Mehrzwecksaal für die Ortsvereine, Organisationen und andere Veranstalter zur Verfügung.
Blindenmarkt wurde nicht nur eine Kultur- sondern auch eine "Sporthochburg".
Erstmals fanden Staatsmeisterschaften im Triathlon statt. Für die Jugend wurde am Ausee ein Rollerskaterplatz geschaffen, der bei den Hobbysportlern großen Anklang findet.

2001 wurden am Ausee-Erholungszentrum Einstiegshilfen, behindertengerechte Toiletteanlagen und Straßenbeleuchtungen errichtet.

2002 Das ausgebaute Schulzentrum, das die Volks-, Haupt-, Musikschule und die vierte Kindergartengruppe beherbergt, wurde eröffnet.
Das neue Sportzentrum des SV Union Raika wurde ebenfalls in Betrieb genommen. Die Gemeinde leistete durch die finanzielle Unterstützung dieser herrlichen Anlage einen wertvollen Beitrag zur körperlichen Ertüchtigung und sinnvollen Freizeitgestaltung der Jugend.
Die Turnerinnen der Leistungsriege erzielten bei Bundes- und Landesbewerben Spitzenplätze.
Die Orgelweihe in der Pfarrkirche im Rahmen des Annafestes war ebenfalls ein Freudentag.

Das frühere Gasthaus Pöchgraber wurde von der Gemeinde angekauft und später zu einem Rot-Kreuz-Dienststellengebäude umgebaut.

2003 konnte das Fernheizwerk errichtet werden, das ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz darstellt. Heimische Landwirte können das Biomasseheizwerk mit Hackgut beliefern. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Gemeinde und die heimische Holzindustrie wird gefördert.
Sehr erfreulich war die Eröffnung einer neuen Expositur des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten. Neben dem Schloß Hubertendorf nahm ein Reit-, Therapie- und Voltigierzentrum namens "Alexander-Hof" seinen Betrieb auf. In Voltigiergruppen und Lager treffen nicht behinderte Kinder problemlos und spielerisch auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen.

2004 wurde ein Raumordnungsprogramm fertiggestellt, wobei angestrebt wird,Blindenmarkt als Wohnstandort mit hoher Lebensqualität zu erhalten und die Ansiedlung von Betrieben zu fördern. Auch das Orts- und Landschaftsbild soll geschützt und die Siedlungsentwicklung forciert werden.
Erfreulich ist, dass die Bevölkerungsentwicklung bei den letzten Volkszählungen positiv war und Blindenmarkt hinsichtlich der Bevölkerungszunahme sogar im Spitzenfeld des Bezirkes Melk lag. Bereits acht Wohnhausanlagen wurden in Blindenmarkt von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften errichtet und derzeit ist eine große Wohnbauanlage der Siedlungsgenossenschaft "Alpenland" am früheren SV-Sportplatz im Bau.
Die Friedhofskapelle wurde neu errichtet und umfasst auch einen Lagerraum. Eine Friedhofsglocke wurde angeschafft und die Friedhofsmauersanierung vorgenommen. Der Oldtimerverein, der mitgliederstärkste Ortsverein, errichtete im neuen Sportzentrum eine Veranstaltungshalle mit Vereinslokal.
Der Eisschützenverein machte sich zum 30-jährigen Gründungsjubiläum das schönste Geschenk: Freiwillige Helfer errichteten eine Stocksportanlage mit schmuckem Vereinshaus.
Die Musikschule Ybbsfeld mit Standort Blindenmarkt ist laut NÖ Musikschulplan als hochwertige Regionalmusikschule eingestuft, umfasst 13 Gemeinden und ist eine der größten Musikschulen des Landes.

2005
Um die positive Entwicklung unserer Gemeinde fortsetzen zu können, wollen wir unter dem Motto "Gemeinsam für Blindenmarkt" unsere Gemeinde lebenswert erhalten und für die Bevölkerung mehr Lebensqualität erzielen. Daher wurde eine erfolgreiche Firma - die Egger & Partner GmbH, Unternehmen für Marketing, Marktforschung und Kommunikation in Linz - beauftragt, gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft und der Gemeinde konkrete Umsetzungsmaßnahmen für ein modernes Orts- und Regionalmarketing vorzunehmen. Es soll eine Attraktivitäts-, Frequenz- und Kaufkraftsteigerung in unserer Gemeinde verwirklicht werden. Wünschenswert wäre es, wenn die einzelnen Projekte von einer breiten Bevölkerungsschicht getragen und erfolgreich realisiert werden könnten.

Nach jahrelangen Vorarbeiten ist es gelungen, das neue Raumordnungsprogramm durch die Raumplanerin DI Margit Aufhauser-Pinz aus Herzogenburg fertig zu stellen. Der vom Gemeinderat beschlossene Flächenwidmungsplan wurde vom Amt der NÖ. Landeregierung genehmigt.

Der Neubau einer modernen, geförderten Wohnhausanlage mit individuellen Wohnungseinheiten und Reihenhäusern in Niedrigenergiebauweise schreitet zügig voran und bietet vielen jungen Familien ein neues Zuhause. Auch der Fernwärme- und der Kanalanschluss wurden bereits durchgeführt. Die Bauwerke befinden sich in ruhiger, zentraler Lage mit Gartenteil oder Balkon sowie einer Wohnstraße mit Kinderspielplatz und sorgen für familiengerechtes Wohnen.

2005 fiel die Entscheidung in der Standortfrage der Polytechnischen Schulen. Die Standorte Blindenmarkt und Ybbs bleiben erhalten. Zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurden die Schulen zur PTS Ybbsfeld zusammengeführt. Die Schüler werden an drei Tagen in ihrer Stammschule unterrichtet. An den zwei Fachbereichstagen werden Theorie und Praxis der Spezialgebiete in den Werkstätten in Blindenmarkt und Ybbs geschult.

Die Kanalerrichtung an den Auseen ist ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Eine zeitgemäße Abwasserentsorgung ist in diesem Gebiet besonders wichtig. Es wurde eine Vakuumkanalanlage errichtet. Der Vorteil ist eine geringe Bautiefe wegen des Grundwassers. Es wurde im Zuge des Kanalbaues auch eine neue Wasserleitung gelegt sowie die Asphaltierung im Auseegebiet vorgenommen. Außerdem wurde die Verrohrung beim Feuchtbiotop erneuert, sodass eine bessere Hochwasserentlastung zu erwarten ist.

Die Bezirkshauptmannschaft Melk sowie ein medizinisches Institut aus Wien und die NÖ. Umweltschutzanstalt in Maria Enzersdorf prüfen regelmäßig die Wasserqualität unserer Badeseen, die auch bei den letzten Prüfungen der EU-Richtlinie entsprochen hat.

Durch das neue Ortsentwicklungskonzept, das 2006 erstellt werden soll und durch den Eigentümerwechsel in der gastronomischen Betreuung der Badegäste durch den neuen Seewirt Christian Wögerer erwarten wir für unsere Fremdenverkehrsgemeinde weitere Impulse. Insbesondere der Ausee I erfreut sich für Familien mit seinem gesicherten Bereich für Kinder mit Spielplatz abseits jeglichen Verkehrs großer Beliebtheit. Auch der Holzsteg, der sowohl als Liege als auch als Absprungfläche dient, sowie ein großes Schlauchboot sind für Jugendliche und Kinder ein begehrter Treffpunkt. Die Eintrittsgebühren sind sehr kinder- und familienfreundlich.

Die Gemeinde erwarb von Frau Maria Schweinzer ein wertvolles Grundstück unweit der Schule. Dieses Areal soll für einen modernen Kinderspielplatz Verwendung finden.

Um die Gemeindearbeiten besser durchführen zu können, wurde von der Gemeinde ein Kommunalfahrzeug, das dem heutigen Stand der Technik entspricht, angekauft. Durch einen neuen Schneepflug wird eine Verbesserung im Winterdienst erreicht.

Das Land NÖ nahm bei der Ybbsbrücke in Günzing eine Erneuerung vor. Beim Oberen Ybbser Mühlbach in Hubertendorf wurde eine Ertüchtigung beim Hochwasserentlastungsgerinne "Hubertendorfer Gaite" vorgenommen.

2005 erfolgte der Spatenstich für den dreispurigen Ausbau der Westautobahn im Bereich Amstetten-Ost bis -West. Es werden auch Lärmschutzwände aufgestellt, die unseren Gemeindebürgern mehr Lebensqualität bringen.

Für den Kindergarten I wurde ein Rutschturm im Garten errichtet, der von den Kindern begeistert angenommen wird. Weiters wurde der Kindergarten farbenfroh ausgemalt und teilweise neu verfliest. Mit tatkräftiger Unterstützung von Kindern der Kindergartengruppe und Müttern des Elternbeirats entstand im Kindergarten II eine Tastwand, an der die Kinder vielfältige Sinnesserlebnisse mit selbst gesammeltem Naturmaterial machen können. Auch eine neue Werkbank erfreut die Kinder. Außerdem wurden von der Gemeinde neue Sessel angekauft.

1990 formte sich der Verband mit 7 Gemeinden und 456 Schülern, derzeit umfasst er 13 Gemeinden mit 1127 Schülern und 43 Lehrern. Unsere MS Ybbsfeld ist eine allumfassende Musikausbildungsstätte für die Jugendlichen der ganzen Region und eine der größten Musikschulen in NÖ. Für 14 Musikkapellen werden Jungmusiker ausgebildet und die musikalischen Anstrengungen gehen in Richtung Blas-, Volks- und Popularmusik. Besonderes Augenmerk wird auf den Streichernachwuchs gelegt. Viele Nachwuchsensembles und -orchester geben den Musikern die Möglichkeit, ihr Können im Gruppenspiel unter Beweis zu stellen. Unsere Musikschule erreichte durch unermüdliche und äußerst engagierte Arbeit ein beachtliches Niveau und eine hohe Unterrichtsqualität.

Erfreulich war die Bevölkerungsentwicklung unserer Gemeinde. 2005 gaben einander am Standesamt Blindenmarkt 16 Brautpaare das Ja-Wort. Die Gesamteinwohnerzahl ist steigend und betrug 2756, davon 2440 Haupt- und 316 Nebenwohnsitze sowie 1375 Männer und 1381 Frauen Stand vom 12.12.2005).

2006
Ein Ortsentwicklungsverein "Gemeinsam für Blindenmarkt" wird gegründet. Franz Walter ist Gründungsobmann. 280 Mitbürger brachten viele Wünsche ein. Der Verein entwickelte große Aktivitäten und arbeitet mit der Gemeinde zusammen.

Die Ausstellung "Blindenmarkt in Vergangenheit und Gegenwart" im Mehrzweckhaus war ein großer Erfolg. Sie wurde von Kulturreferent Vizebgm. Franz Wurzer und Kulturfrühling-Leiter Michael Parzer in Zusammenarbeit mit den Ortshistorikern OSR Reinhold Merth, Gottfried Langeder, OS Walter Prandstötter und dem Hauptschullehrer Dipl. Päd. Ewald Crha präsentiert.

Die Marktgemeinde Blindenmarkt bekam eine neue Homepage, die von GR Marietta Govednik betreut wird.

Die früher fallweise erscheinende Gemeindezeitung "Bürgerinformation" wird von der Marktgemeinde Blindenmarkt herausgegeben und erscheint nunmehr regelmäßig.

Erstmals wird die Nationalratswahl mit neuen Wahlzellen im Volksschulgebäude durchgeführt.

Am 11. 6. wird das neue Rot-Kreuz-Dienststellengebäude eröffnet und geweiht. 12.200 freiwillige Arbeitsstunden von Rot-Kreuz-Mitarbeitern und freiwilligen Helfern wurden geleistet.

KR Hilde Umdasch wird neue Präsdienten des "Vereins der Freunde der Herbsttage". Die 17. "Herbsttage"-Eigenproduktionen "Gasparone" und "Magic Mozart" werden Riesenerfolge.

Lärmschutzwände entlang der Westautobahn werden errichtet und verbessern die Lebensqualität.

Die ersten Wohnungen der Baugenossenschaft "Alpenland" werden fertiggestellt und schaffen für viele Menschen ein neues Zuhause.

2007
Orkan Olli fegt über Österreich hinweg und hinterlässt auch im Nadelwald nördlich von Weitgraben große Schäden.

Das tradtionelle Ziegelwerk Eichhorn wechselt den Besitzer und wird von der Firma Wienerberger erworben. Der Schlot in Prasdorf wird gesprengt.

Das Schloss Hubertendorf, bisher im Eigentum von Franz Mörtinger, wird von der Aigner Immobilien GmbH erworben.

Ein neues Radwegenetz wird im Rahmen einer kleinen Feier beim IVV-Wandertag in Anwesenheit von Landtagsabg. Gerhard Karner seiner Bestimmung übergeben.

Mehrere Straßen werden asphaltiert, mit Gehsteigen versehen und erhielten eine neue Beleuchtung. Die Bahnhofstraße erhielt einen Gehsteig und ein gefälliges Aussehen.

Die 18. "Herbsttage"-Eigenproduktion "Der Vogelhändler" übertrifft alle Erwartungen und bringt wieder ein Rekordergebnis. Intendant Michael Garschall, Blindenmarkts "prominentester Mitbürger" feierte in Wien seinen 40. Geburtstag. Sein Vater Walter Garschall wurde "Herbsttage"-Ehrenmitglied.

Die Wohnhausanlage "Alpenland" wird in der 1. Ausbaustufe fertiggestellt. Durch die vielen Zuzüge konnte Blindenmarkt erstmals die 2.500-Einwohner-Marke überschreiten.

Ein von den Kindern geplanter Kinderspielplatz im Ortszentrum wird von LR Mag. Sobotka seiner Bestimmung übergeben. Durch die Mitgliedschaft bei der NÖ Dorf- und Stadterneuerung konnten zusätzliche Fördergelder
aufgebracht werden.

Vizebgm. Franz Wurzer löste den langjährigen Bürgermeister Franz Haberfellner (20 Jahre Gemeindeoberhaupt) ab. Haberfellner wurde für seine erfolgreich Tätigkeit mit dem Ehrenring und der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet.

Bürgermeister Franz Wurzer übergab dem FF-Kommandant HBI Manfred Schmidl ein neues Versorgungsfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr.

2008
Neuer Amtsleiter wurde Ing. Alois Reithner, der dem langjährigen Gemeindeobersekretär Walter Prandstötter (32 Jahre Amtsleiter) nachfolgte.